Der Trend zur Nachhilfe für Grundschüler

Eine Studie der Hans-Böckler-Stiftung hat vor kurzem festgestellt: Die Nachfrage nach bezahlter Nachhilfe für Grundschüler steigt gerade in den letzten Jahren extrem an (beinahe ein Drittel der befragten Institute sehen die Fünf- bis Zehnjährigen als am häufigsten nachgefragte Gruppe!). Aber was ist dabei, wenn Eltern ihrem Kind helfen möchten? Wenn ein Kind Probleme hat, ist da eine Nachhilfestunde in einem kommerziellen Institut nicht besser, als gar nichts zu unternehmen?

Grundschüler kennen ihre Stärken (noch) nicht

Dies zeigt den gedanklichen Sprung, den Eltern oft unbewusst machen: Man entdeckt eine Schwäche und möchte sie beseitigen. Ist es aber nicht so, dass gerade das Ansprechen und Herausstellen der eigenen Stärken eine Quelle der Kraft und der Motivation sind? So geht es doch uns allen. Und gerade jüngere Kinder müssen erst noch herausfinden, was ihre Stärken sind.

Da ist es doch unlogisch eine Schwäche herauszugreifen und sie dann noch von jemandem, der das Kind und seine Stärken gar nicht kennt, beseitigen lassen zu wollen.

Mutter mit Kindern beim Hausaufgaben machen

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Ein hilfreicher Denkanstoß

Eltern wollen ihre Kinder unterstützen – und tun das tagtäglich in vielerlei Hinsicht. Oft sind es gerade Kleinigkeiten – ein gemeinsam gelesenes Buch, ein kniffliges Alltagsproblem, das man gemeinschaftlich löst –, die in Kindern Erkenntnisse und Denkprozesse auslösen, welche für die weitere Entwicklung entscheidend sind. Warum also sollte man sein Kind nach der Schule auch noch zur Nachhilfe schicken, wenn man doch mit viel weniger Aufwand mit seinem Kind zusammen an seinen (vermeintlichen) Schwächen arbeiten kann? Und gerade für Grundschüler können der Wissenstand und die Kompetenz von Eltern noch hilfreiche Ergänzungen zur Schule sein. Was vor allem benötigt wird, ist Verständnis, geeignete Ideen und passende Materialien, die man seinen Kindern an die Hand geben kann.

Hier: Lerntipps für Grundschuleltern

Nachdem ich an mehreren Schularten als Lehrer tätig war, habe ich als Redakteur eine neue Aufgabe gesucht – und gefunden. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über alle Themen, die mit Schule und Bildung zu tun haben. Vor allem möchte ich Schülern, Lehrern und Eltern den Spaß am Entdecken von Neuem (und auch Altem) näherbringen.

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