Besser lernen: 5 Fakten über das Gehirn

Das Gehirn ist unser wichtigstes Organ, wenn es ums Lernen geht. Beim Lernen bilden Nervenzellen neue Verbindungen untereinander aus – ein Prozess, der Zeit und Energie kostet. Mit ein bisschen Faktenwissen über den Denkapparat ist es aber möglich, Lernprozesse zu optimieren.

Zocken fördert die Intelligenz

Fakten über das Gehirn: Gaming

Ja, auch Videospiele zocken fördert die Intelligenz. Je nach Spiel werden unterschiedliche kognitive Fähigkeiten trainiert. Dazu gehören zum Beispiel das räumliche Bewusstsein, motorische, strategische und soziale Fähigkeiten. Ein Freifahrtschein für stundenlanges Gaming ist das aber nicht. Pro Tag reichen 30 Minuten aus, um die Bildung von grauer Substanz im Hirn zu fördern.

Weitere Freizeitbeschäftigungen, die die Intelligenz pushen, sind: eine Sprache lernen, Meditieren, Lesen, regelmäßiger Sport oder ein Musikinstrument lernen.

Schlafen hilft beim Lernen

Schlafendes Kind

Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass das Gehirn im Schlaf Gelerntes vertieft. Einfach die Augen zu machen und schon sitzen die Fakten? Ganz so einfach ist es leider nicht. Damit Lernen im Schlaf funktioniert, sollte zwischen dem Schlafengehen und dem Lernen möglichst wenig Zeit vergehen. Und: Tiefschlafphasen sind für nächtliches Lernen besonders wertvoll.

Im Schlaf kann man nur lernen, womit man sich im wachen Zustand schon intensiv auseinandergesetzt hat.

Gutes Fett ist essenziell

Nüsse als Energielieferanten für das Gehirn

Fette, die der Körper aus der Nahrung gewinnt, sind wichtige Energielieferanten für das Gehirn. Dieses besteht immerhin selbst zu rund 60 Prozent aus Fett. Doch Achtung: Studien zeigen, dass Pommes, Chips und Co. einen negativen Effekt auf das Kurzzeitgedächtnis haben. Zu viel Fast Food kann sogar ganze Gehirnregionen schrumpfen lassen.

Wichtig ist, das Gehirn vor allem mit den „guten” Fettsäuren zu versorgen. Diese findet man in fettreichem Meeresfisch, verschiedenen Ölen (z. B. Oliven-, Lein- und Rapsöl), Nüssen und Avocados.

Platzmangel gibt es nicht

Platine Server

Lernen ist unmöglich, weil das Gehirn voll ist? Diese Ausrede zählt nicht. Forscher des Salk Institute for Biological Studies haben berechnet, dass das Gehirn ein ähnliches Speichervermögen wie das Internet hat. Allerdings werden Verbindungen von Nervenzellen immer schwächer, je seltener man sie nutzt. Was nicht relevant ist, wird vergessen.

Je häufiger man Gelerntes wiederholt, desto kräftiger werden die Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Ein Effekt, den man beim Lernen nutzen sollte.

Schreiben ist effektiver

Junger Mann beim Schreiben

Das Schreiben mit der Hand ist ein komplexer Vorgang. Anders als nur beim Lesen beansprucht das Schreiben von Lerninhalten zusätzliche Hirnareale. Dadurch speichert das Gehirn die Lerninhalte mehrfach, verankert das Wissen also besser. Oder anders ausgedrückt: Je intensiver sich der Kopf mit etwas beschäftigt, desto mehr bleibt hängen.

Der Effekt gilt allerdings nur für das Schreiben mit der Hand. Studien belegen, dass das tippen aus Tastaturen weitaus weniger bringt.

Finde heraus, wie fit dein Gehirn ist

Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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