Faktencheck: Hilft Schokolade beim Lernen?

Schokoholics aufgepasst! Du kannst ohne Schokolade nicht lernen? Kannst dich mit ihr besser konzentrieren? Und brauchst sie als Nervennahrung vor jeder Klassenarbeit? Zum internationalen Tag der Schokolade am 13. September schauen wir uns die süße Köstlichkeit genauer an. Wir wollen herausfinden: Hilft Schoki wirklich beim Lernen?

Süße Köstlichkeit: Deutsche lieben Schokolade

Du liebst Schokolade? Dann bist du damit nicht allein. © CC0 Creative Commons / pixabay

Nach Angaben des Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. wurden in Deutschland 2017 über 1 Mio. Tonnen Schokoladenwaren produziert. Der Pro-Kopf-Verbrauch lag bei über 9 kg und damit deutlich höher als bei anderen Süßwaren und Knabberartikeln. Doch woher kommt diese große Leidenschaft?

Auf den Inhalt kommt es an

Der wichtigste Inhaltsstoff von Schokolade ist Kakao. Er wird aus Kakaobohnen gewonnen und zu Kakaomasse gemahlen, die sehr viel Fett enthält. Um aus der Kakaomasse Schokolade herzustellen, werden noch Zucker und Kakaobutter hinzugefügt.

Je nach Sorte enthält die Süßigkeit mal mehr, mal weniger dieser Inhaltsstoffe. Helle und dunkle Varianten unterscheiden sich also in ihrer Zusammensetzung. Fett und Zucker findet man aber in jeder Sorte und sie erfüllen wichtige Funktionen.

Das Fett der Kakaobutter ist ein Geschmacksträger und erhöht den Genussfaktor. Zucker aktiviert im Gehirn das Belohnungszentrum und hinterlässt ein gutes Gefühl. Die Folge: Wir wollen mehr davon. Doch das erklärt noch nicht, warum Schokolade vielen beim Lernen hilft. Ist das also nur ein subjektiver Eindruck oder steckt mehr dahinter?

Die leckerste Lernhilfe der Welt?

Schaut man sich die Zusammensetzung von Kakaobohnen genauer an, stößt man auf interessante Inhaltsstoffe. In geringen Mengen enthält Kakao nämlich Koffein, das als Wachmacher bekannt ist und stimulierend wirkt.

Pralinen aus heller und dunkler Schokolade

Dunkle Schoki wirkt besser als helle, wenn es ums Lernen geht. © CC0 Creative Commons / pixabay

Wenn es ums Lernen geht, ist ein weiterer Stoff von Bedeutung: Theobromin. Es wirkt ähnlich wie Koffein, jedoch milder und länger. Theobromin erweitert im Körper die Gefäße. Dadurch kann das Blut besser bzw. schneller fließen und mehr Sauerstoff zum Gehirn transportieren. Außerdem beeinflusst Theobromin die Stimmung positiv.

Fett, Zucker, Koffein, Theobromin: Wer besser mit Schokolade lernt, kann diesen Effekt auf die Inhaltsstoffe zurückführen. Das gilt aber vor allem für Sorten mit einem hohen Kakaoanteil.

Als Faustregel gilt: Je dunkler die Schoki, desto mehr Kakao enthält sie. Die weiße Variante enthält übrigens gar keinen Kakao, sondern nur Kakaobutter. Wenn du die positive Wirkung von Schokolade beim Lernen voll ausnutzen willst, solltest du auf Bitterschokolade zurückgreifen.

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Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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