Die SMART-Methode – einfach erklärt

Schon mal was von der SMART-Methode gehört? Nein? Sie hat nicht, wie man denken könnte, mit einem besonders kleinen Auto zu tun. Es geht vielmehr darum, sich clever Ziele zu setzen, um diese nach Möglichkeit erreichen zu können.

Wofür steht das Akronym SMART?

Das ist eigentlich ganz einfach. „S“ steht für specific, „M“ für measurable, „A“ für attainable, „R“ für realisitic und „T“ für time-phased. Auf deutsch sollte ein Ziel also spezifisch, messbar, erreichbar, realistisch und auf einen bestimmten Zeitraum bezogen sein.

SMART Methode erklärt

© STARK Verlag 2018

Die Kriterien „erreichbar“ und „realistisch“ hängen dabei sehr stark zusammen. Manchmal werden für das „A“ auch Begriffe wie „attraktiv“ oder „akzeptiert“ verwendet. Dabei ist klar, dass nur erreichbare Ziele auch attraktiv und akzeptiert sein können. Was das jetzt genau bedeutet, versteht man am besten an einem Beispiel.

Ein Beispiel gefällig?

Schauen wir uns das Ziel: „Ich möchte sportlicher werden!“ an. Auf den ersten Blick erscheint es vielleicht klar und deutlich, aber erfüllt es auch die SMART-Kriterien? Wohl eher nicht!

Viel besser wäre es, sich das Ziel „Ich schwimme in den kommenden 6 Monaten jede Woche mindestens 2-mal 45 Minuten.“ zu setzen.
„Schwimmen“ ist eine spezifische Sportart, die im „Zeitraum von 6 Monaten“ jeweils 2-mal pro Woche für 45 Minuten ausgeführt werden soll. Das ist eine sehr genaue Angabe, die somit leicht messbar ist. Zudem ist das gesamte Ziel erreichbar und realistisch. Alle SMART-Kriterien sind erfüllt. Wir haben also alles richtig gemacht.

SMART Methode

So schwimmt man SMART (Bild: gemeinfrei; pixabay/CC0 Creative Commons)

Und so funktioniert die SMART-Methode in der Wirtschaft

Genauso sollte sich auch ein Unternehmen seine Ziele setzen. Aus einem simplen „Unsere Firma soll besser werden“ wird durch die SMART Methode ein klares „Der Umsatz unserer Firma soll im nächsten Jahr um 10% steigen.“ Man sieht, dass die Kriterien „erreichbar“ und „realistisch“ am schwammigsten sind. Das liegt einfach daran, dass sie stark von der jeweiligen Situation und den mitwirkenden Personen abhängen. Für ein aufstrebendes Unternehmen sind 10% Umsatzsteigerung erreichbar und realistisch. Für eine Firma, die auf einem gesättigten Markt agiert, dagegen vollkommen unerreichbar. Man muss also immer die Gegebenheiten genau im Blick haben, bevor mal ein Ziel formuliert, sonst kann es passieren, dass es nicht wie gewünscht motiviert, sondern frustriert. Das sollte auf jeden Fall vermieden werden.

Fassen wir nochmal zusammen:

Nach der SMART-Methode sollen Ziele so gesetzt werden, dass sie „spezifisch“, „messbar“, „erreichbar“, „realistisch“ und „auf einen bestimmten Zeitraum bezogen“ sind.
Dabei ist die Beurteilung der Kriterien „erreichbar“ und „realistisch“ sehr stark von den Gegebenheiten abhängig.
Nur erreichbare Ziele können auch motivieren und werden von den Beteiligten akzeptiert!

Die ganze Erklärung als Video findest du hier:


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Andy

Nachdem ich an mehreren Schularten als Lehrer tätig war, habe ich als Redakteur eine neue Aufgabe gesucht – und gefunden. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über alle Themen, die mit Schule und Bildung zu tun haben. Vor allem möchte ich Schülern, Lehrern und Eltern den Spaß am Entdecken von Neuem (und auch Altem) näherbringen.

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