Die häufigsten Google-Fragen zu Mathematikern

Alles, was mit Mathe zu tun hat, findest du langweilig oder kompliziert? Irgendwie verstehen wir das ja. Aber wenn man bekannte Mathematiker googelt, stößt man auf interessante oder sogar kuriose Fragen. Wir haben uns einige dieser Fragen genauer angeschaut und versucht, die Antworten darauf zu finden.

Welcher Mathematiker half Albert Einstein?

Welcher Mathematiker half Albert Einstein?

Marcel Grossmann, ca. 1916

Albert Einstein (1879 – 1955), der die Relativitätstheorie aufgestellt hat, ist bekannt wie ein bunter Hund. Er gilt als Genie und die Formel E = mc² kennt ihr vielleicht aus dem Physik-Unterricht. Weniger bekannt ist, dass der Mathematiker Marcel Grossmann (1878 – 1936) Einstein bei seinen Arbeiten unterstützte.

1913 stellte Einstein seine Ansätze zur Relativitätstheorie und Theorie der Gravitation in der „Zeitschrift für Mathematik und Physik” vor. Den mathematischen Teil zu dieser Arbeit steuerte Marcel Grossmann bei.

Grossmann war ein schweizer Mathematiker, der in Zürich unterrichtete. Mit Einstein verband ihn eine enge Freundschaft und Einstein widmete ihm sogar seine Dissertation. Seit 1975 findet alle drei Jahre das Marcel Grossmann Meeting statt. Auf dieser Tagung treffen sich Mathematiker, Physiker und Astrophysiker, um sich auszutauschen und zu neue Entwicklungen zu diskutieren.

Welcher Mathematiker erfand eine Osterformel?

Welcher Mathematiker erfand eine Osterformel?

Johann Carl Friedrich Gauß nach einem Gemälde von Christian Albrecht Jensen

Noch interessanter als die Frage, welcher Mathematiker die Osterformel erfand, ist die Frage: Warum braucht es eine Osterformel? Mit Hilfe der Osterformel kann man für jedes beliebige Jahr berechnen, auf welchen Tag Ostern fällt. Denn Ostern ist ein beweglicher Feiertag.

Zwischen dem erstmöglichen und dem letztmöglichen Termin für das Osterfest liegen 35 Tage. Da von Ostern viele andere Feiertage im Kirchenjahr abhängen, spielt der Termin eine zentrale Rolle.

Der deutsche Wissenschaftler Johann Carl Friedrich Gauß veröffentlichte 1800 die sogenannte Osterformel. Die Osterformel gilt für julianische und gregorianische Kalender – und zwar solange die Kirche die Regeln für das Osterdatum nicht ändert.

Gauß war Mathematiker, Physiker und Astronom. Ihm verdanken wir viele wichtige Entdeckungen, die Gauß den Beinamen „Fürst der Mathematiker” (princeps mathematicorum) verliehen.

Ein Bild von Johann Carl Friedrich Gauß zierte die 10-Pfennig-Briefmarke von 1955 und den ehemaligen 10-Mark-Schein. Auf letzterem findet sich auch eine Abbildung der Gaußschen Normalverteilung – einer Glockenkurve, die viele aus dem Mathematikunterricht kennen.

Welcher antike Mathematiker fand die Zahl Pi?

Welcher antike Mathematiker fand die Zahl Pi?

Archimedes nach einem Gemälde von Domenico Fetti

Die Zahl Pi (Symbol: π) ist eine mathematische Konstante. Sie definiert, wie sich in einem beliebigen Kreis Umfang und Durchmesser zueinander verhalten und lautet:

U (Umfang des Kreises) = 2 · r · π

Die Formel gilt für Kreise jeglicher Größe, aber es gibt einen Haken: Pi hat unendlich viele Stellen nach dem Komma. Beim Rechnen mit Pi in der Schule muss man daher Kompromisse eingehen und sich auf wenige Nachkommastellen beschränken.

Die Entdeckung der Zahl Pi liegt weit in der Vergangenheit. Schon im alten Ägypten und in Babylonien fand eine Annäherung an Pi statt. Im 5. Jahrhundert vor Christus beschäftigte sich Hippokrates von Chios mit Pi. Er definierte, dass der Flächeninhalt eines Kreises im gleichen Verhältnis zum Quadrat des Durchmessers steht.

Der griechische Mathematiker Euklid bewies, dass Pi zwischen den Zahlen 3 und 4 liegt. Rund 100 Jahre später präzisierte Archimedes (287-212 v. Chr) Euklids Ungleichung und kam dem wahren Wert von Pi etwas näher. Doch der griechische Mathematiker wusste, dass sich die Kreiszahl nicht exakt bestimmen lässt. Er gab sich mit den ersten zwei Nachkommastellen (π = 3,14…) zufrieden.

Die Frage, welcher antike Mathematiker die Zahl Pi fand, lässt sich also nicht so leicht beantworten. Da Pi jedoch auch als Archimedes-Konstante bezeichnet wird, spielt Archimedes eine besonders wichtige Rolle bei der Entdeckung der Kreiszahl.

Welcher Mathematiker verurteilte den Jurassic Park?

Welcher Mathematiker verurteilte den Jurassic Park?

Dinosaurier im Jurassic Park

Hier geht es zur Abwechslung nicht um eine reale Person, sondern um eine Rolle in einem Roman bzw. einem Film. Dr. Ian Malcolm, Mathematiker und Chaostheoretiker (im Film „Jurassic Park” gespielt von Jeff Goldblum) soll als unabhängiger Experte den Dino-Erlebnispark vor seiner Eröffnung überprüfen und bewerten.

Malcolm verurteilt das gesamte Konzept, weil er die schöpferische, wissenschaftliche Macht hinter dem Park für nicht kontrollierbar hält. Denn die Dinosaurier wurden mithilfe der Gentechnik erschaffen und Technologie soll sie für den Menschen unter Kontrolle halten. Außerdem verurteilt er den Verantwortlichen des Projekts, der sich nach seiner Meinung mit fremden Federn schmückt und die Wissenschaft zu seinem privaten Vergnügen einsetzt.

„Das Leben findet immer einen Weg”, mahnt der Wissenschaftler, bevor die Tiere ausbrechen und sich der Kontrolle des Menschen entziehen – und sie letztendlich fressen.

Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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