Rechtschreibung: Tipps für schwierige Wörter

Deutsch ist eine schwierige Sprache. Auch Muttersprachler verzweifeln oft an Wörtern, deren Rechtschreibung scheinbar keiner Logik folgt. Warum wird nicht jedes Wort mit lang gesprochenem i mit ie geschrieben? Wann schreibt man ein stummes h? Und wann verwendet man „wider”, wann „wieder”? Wir haben Rechtschreibetipps für einige schwierige Wörter der deutschen Sprache gesammelt.

Rechtschreibetipps für schwierige Wörter

Kleiner Junge / Fragezeichen

So manch einer verzweifelt an den komplizierten deutschen Rechtschreibregeln.

In Diktaten, Aufsätzen und Klassenarbeiten ist die Rechtschreibung sehr wichtig. Die Anzahl an Fehlern beeinflusst die Note. Darum ist es sinnvoll, wenn du die Rechtschreibung regelmäßig trainierst.

Rechtschreibreformen zum Vereinfachen der Sprache gab es schon viele. Trotzdem gibt es noch jede Menge Regeln und Stolperfallen. Der Duden hat eine Liste der rechtschreiblich schwierigen Wörter erstellt. Manche dieser Wörter musst du dir einfach merken. Für andere gibt es gute Merkhilfen.

Fall 1: I oder ie?

In der deutschen Sprache gibt es lange und kurze i’s. Bei einigen Wörtern, wie Widder, hört man sofort: Hier reicht ein einfaches i. Lang gesprochene i’s schreibt man aber unterschiedlich. Woher weiß man, wann man i oder ie verwendet?

Wider vs. wieder

Beide Begriffe sprechen wir gleich aus. Wir schreiben und verwenden sie aber unterschiedlich. Die folgenden Beispiele verdeutlichen das:

#1: Ich habe ihn wieder erkannt.

#2: Kannst du mal wiederkommen?

#3: Sie haben sich bei der Party wiedergesehen.

Schreibe „wieder”, wenn du es im Sinne von „erneut” oder „zurück” verwendest.

#4: Das ist wider unsere Abmachung.

#5: Er widerspricht dieser Aussage.

#6: Die Landschaft hat sich an der Wasseroberfläche widergespiegelt.

Schreibe „wider”, wenn du es im Sinne von „gegen” oder „entgegen” verwendest.

Weitere Regeln für den Laut i

Die meisten Wörter mit lang gesprochenem i schreibt man mit ie, wie Miete, Kiefer oder Sieg. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Bei Kino, Krise oder Maschine sprechen wird das i ebenfalls lang, schreiben aber kein ie. Die schlechte Nachricht lautet: Diese Wörter musst du auswendig lernen und immer wieder trainieren.

Für ein kurz gesprochenes i gibt es aber eine Merkhilfe. Du kannst sie an Wörtern wie Schritte, Kind oder Liste erkennen.

Auf ein kurz gesprochenes i folgen häufig zwei Konsonanten oder ein Doppelkonsonant.

Fall 2: D oder t?

Endlich, Endgültig und Entgelt sind laut Duden schwierige Wörter. Wann folgt auf en- ein t, wann ein d?

#1: Sein Entschluss war endgültig.

#2: Endlich kamen sie in Deutschland an.

#3: Hier ist Endstation.

Wenn das Wort mit Ende in Verbindung steht, schreibt man end-.

#4: Entgegen aller Erwartungen sagte sie ab.

#5: Er konnte den Dreck nicht entfernen.

#6: Die entflohene Katze fand nach Hause zurück.

Ent- bedeutet häufig „weg” oder „auseinander”.

Fall 3: Mit oder ohne h?

Manchmal folgt auf einen lang gesprochenen Vokal ein Dehnungs-h. Das h zeigt dann an, dass der vorangehende Vokal gedehnt, also lang gesprochen wird. Beispiele dafür sind Sohle, Ruhm oder wahr. Eine leicht zu merkende Regeln lautet:

Ein Dehnungs-h steht nur vor den Konsonanten l, m, n und r.

Und wer immer wieder mit dem Wort „nämlich” Probleme hat, der merke sich den altbekannten Spruch:

Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich.

Rechtschreibung und Grammatik üben

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Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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