Unsere Welt der Bäume

Sie strecken ihre Äste gen Himmel. Sie sind groß, klein, knorrig und kräftig. Je nach Jahreszeit verändern sie ihr Kleid: einmal ist es ein Hauch von Nichts, dann wieder ein prachtvolles Kostüm aus vielen einzelnen Blättern. Die Rede ist von den Bäumen.

hügelige Landschaft im Nebel

© pixabay.com/CC0 Creative Commons

Bäume bestimmen

Der Grundaufbau ist stets der gleiche: Wurzeln, ein Stamm und eine Krone mit Laub. Anhand verschiedener Merkmale wie Stamm, Blätter und Früchte lassen sich die verschiedenen Baumarten leicht bestimmen.

Fest verankert

Die Wurzeln dienen der Aufnahme von Wasser und Nährstoffen, welche die Pflanzen zum Überleben benötigen. Es gibt Flach-, Pfahl- und Herzwurzler.

Die Flachwurzler breiten sich in den oberen Erdschichten schüsselförmig aus und vermeiden die Tiefe. Daher sind sie bei starken Stürmen eher in Gefahr umzufallen. Zu ihnen zählt man vor allem Fichtenarten.

Wurzeln

Flachwurzler © pixabay.com/CC0 Creative Commons

Als Pfahlwurzel wird eine Keimwurzel bezeichnet, die sich zu einer Hauptwurzel entwickelt und senkrecht in den Boden wächst. Von ihr aus bilden sich weitere kleinere Seitenwurzeln. In der Welt der Bäume ist dies unter anderem bei Eichen und Kiefern zu beobachten.

Das System der Herzwurzel besteht daraus, dass der Baum mehrere große, kräftige Wurzeln ausbildet. Dies findet man vor allem bei Buche, Birke, Lärche und Linde.

Die Schutzhülle

Die Borke ist die äußere Schicht des Baumes, die den Stamm vor Wettereinflüssen, Schädlingen und Krankheiten schützt. Umgangssprachlich wird sie als Rinde bezeichnet. Die Borke besteht – aus botanischer Sicht – aus abgestorbenen Zellen, welche die Rinde bedecken. Je nach Baumart kann die Borke charakteristische Züge haben: beispielsweise sticht die Birke durch ihre weiß-dunkle Färbung ins Auge.

Stamm einer Birke

Birke © pixabay.com/CC0 Creative Commons

Das Geheimnis der Blätter

Die meisten Informationen zur Bestimmung der Bäume liefert das Laub. Form, Größe und Farbe der Blätter verrät einiges über eine Baumart. Des Weiteren sind die Anordnung des Grün sowie die Struktur der Nervatur entscheidend.

Die Geschlechter der Blütenpracht

Im Frühjahr treiben die Bäume Knospen aus, die sich im Laufe der Monate von Blüten zu Samen entwickeln. Man unterscheidet eingeschlechtige Blüten und Zwitterblüten. Die eingeschlechtigen Blüten sitzen entweder gemeinsam auf einem Baum, wie bei Buche, Erle und Birke, oder getrennt voneinander auf verschiedenen Bäumen (Pappel, Weide, etc.). Obstbäume hingegen haben Zwitterblüten, die sich keinem Geschlecht zuordnen lassen.

Wie kann ich die Blüten unterscheiden?

Als eingeschlechtig bezeichnet man die Blüten, die entweder nur männliche Staubblätter oder weibliche Fruchtblätter besitzen. Die Staubblätter erzeugen den Blütenstaub. Sie setzen sich aus einem Staubfaden und einem abschließenden Staubbeutel zusammen.

Die Fruchtblätter – bezogen auf Bedecktsamer – schließen durch Falten den Samen in einem Fruchtknoten ein. Zwitterblüten bilden beide Arten von Blättern aus.

Laubbäume vs Nadelbäume

Während es sich bei den Laubbäumen überwiegend um Bedecktsamer handelt, findet man bei den Nadelbäumen vermehrt Nacktsamer, die ihre Samen nicht in Fruchtknoten einschließen. Wie der Name schon sagt, besitzen die Nadelbäume nadel- oder schuppenförmige Blätter.

Brücke zwischen Nadel- und Laubbäumen

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Obstsalat bitte!

Um fortgehend bestehen zu können, bilden die Bäume Samen, aus denen Keimlinge und somit neue Pflanzen wachsen können. Die Samen können einzeln oder vermehrt auftreten. Dies ist davon abhängig, ob der Strauch oder der Baum Kapsel-, Nuss- oder Steinfrüchte ausbildet.

Kapselfrüchte bestehen aus mit Samen gefüllten Fruchtknoten, die sich durch das Öffnen verbreiten. Zu ihnen gehören Bäume wie Weide und Pappel. Nussfrüchte zeichnen sich durch ihre verholzte Schale aus, welche die einzelnen Samenkörner umschließen. Weniger Samen besitzen die Steinfrüchte. Bei den Früchten ist der verholzte Kern von einer Schicht aus Fruchtfleisch und Schale ummantelt.

Viele Jahre…

„Einen alten Baum versetzt man nicht.“
Deutsches Sprichwort

Bäume sind Zeitzeugen, die mehrere hundert Jahre alt werden können – an manchen Orten dieser Welt mehrere tausend. Das Alter lässt sich anhand der Jahresringe ablesen, die ein Baum während einer Vegetationsperiode ausbildet.

zersägter Baumstamm

Jahresringe © pixabay.com/CC0 Creative Commons

Wie gut bist du in der Baumbestimmung?

Welche Namen zur Blattbestimmung sind Dir bekannt? Erkennst Du Bäume wie Esche, Ahorn und Eiche? Vorsicht, es befindet sich Pflanzen in dem Quiz, die nicht zu den Bäumen zählen! Weißt du, welche Gewächse wir meinen?

 

 

Nicole

Nach meinem Studium habe ich nun als Praktikantin beim STARK-Verlag begonnen, um berufliche Erfahrungen zu sammeln. Auf schultrainer.de blogge ich über Themen, die ich interessant und spannend finde.

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