Studium oder Ausbildung: Was passt zu mir?

Lange hat man es vor sich hergeschoben, doch irgendwann kommt man um eine Frage nicht mehr rum: Was kommt nach der Schule? Vielen fällt es schwer, sich für einen Weg zu entscheiden, denn mit Abitur hat man verschiedene Möglichkeiten. Wie findet man heraus, ob ein Studium oder eine Ausbildung besser zu einem passt?

Vorteile, die ein Studium bietet

Ein Studium dauert in der Regel mindestens drei Jahre. Während dieser Zeit steht das Erwerben einer hohen Allgemeinbildung und das wissenschaftliche Arbeiten im Vordergrund. Da viele Studiengänge fachübergreifend aufgebaut sind, hast du am Ende vielfältige berufliche Qualifikationen. Das bedeutet: Freiheit bei der Berufswahl.

Im Durchschnitt verdienen Akademiker mehr als Nichtakademiker, sind seltener arbeitslos und haben bessere Aufstiegsmöglichkeiten. Somit bietet ein Studium vor allem auf lange Sicht Anreize, die du bei deiner Entscheidung berücksichtigen solltest.

Ein Studium lockt mit einer freien Zeiteinteilung. Oft kannst du dir deine Vorlesungen und Seminare selbst zusammenstellen und somit nach deinen Wünschen gestalten. Präsenzunterricht? Fehlanzeige. Wenn du es mal nicht zu einer Vorlesung schaffst, musst du das nur vor dir selber rechtfertigen. Wann du lernst, deine Hausarbeiten schreibst oder in die Bibliothek gehst, bleibt dir selbst überlassen.

Vorteile, die eine Ausbildung mit sich bringt

Wer nach der Schule eine Ausbildung startet, hat einen großen Vorteil: finanzielle Unabhängigkeit. Eigenes Geld verdienen und ausgeben können, ist ein gutes Gefühl. Vielleicht kannst dir sogar eine Wohnung oder ein Auto leisten. In jedem Fall wirst du schnell selbstständig und kannst ohne deine Eltern entscheiden, was du mit deinem Geld machst.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung kann zudem ein Türöffner sein. In vielen Jobs zählt die praktische Erfahrung mehr als ein Hochschulabschluss. Eine Ausbildung verschafft dir auf lange Sicht vielleicht auch Zugang zu einem Studium, das du nach deinem Abitur nicht machen konntest. Besonders bei den heiß begehrten medizinischen Studiengängen ist eine Berufsausbildung ein Auswahlkriterium bei der Studienplatzvergabe.

Eine abgeschlossene Ausbildung gibt dir außerdem Sicherheit. Wenn du dich danach noch weiterbilden willst, hast du bereits ein finanzielles Polster aufgebaut. Das Risiko, nach vielen Jahren ohne Examen dazustehen, ist beim Studieren groß. Rund 25 bis 30 % der Studierenden schaffen den Abschluss nicht oder brechen das Studium davor ab. Bei einer Ausbildung hingegen merkt man meist schnell, ob sie einem liegt.

Studieren oder eine Ausbildung starten? Die Entscheidung

Objektiv gibt es sowohl für als auch gegen ein Studium gute Gründe. Doch letztendlich ist die Entscheidung immer subjektiv. Für den einen mag es ein großer Anreiz sein, schnell Geld zu verdienen. Andere haben wiederum die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern und können es sich leisten, den Jobeinstieg nach hinten zu verschieben. Der folgende Test gibt dir eine Orientierung, welcher der richtige Weg für dich ist.

Hast dich das Ergebnis des Tests überrascht? Oder hat es dir bestätigt, was du eh schon wusstest? Bevor du dich entscheidest, solltest du dich in jedem Fall über alle Möglichkeiten informieren. Recherchiere im Internet, tausche dich mit Freunden aus oder nimm Beratungsangebote (zum Beispiel von der Bundesagentur für Arbeit) wahr.

 

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Dieter Herrmann/Angela Verse-Herrmann: 1000 Wege nach dem Abitur
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STARK Verlag

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Produktform: Gedrucktes Buch, Softcover

Seiten: 191

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Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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