Schlechte Noten = Gute Karrierechancen?

Wie willst Du es bloß mal zu etwas bringen mit diesen Noten…“ – ein Satz, den viele von euch aus Elternmund schon ein oder sogar mehrmals gehört haben dürften. Das vermittelt den Eindruck: Gute Noten gleich gute Karrierechancen, schlechte Noten keine…
Und DAS stimmt so einfach nicht!

Schülerin erhält schlechte Noten

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Schlechte Noten können durchaus Karrierechancen bedeuten

Die Liste der Namen, die Schul- oder Studienabbruch, schlechteste Noten, ja totales Schulversagen vorzuweisen haben und die dennoch heute jeder als ganz erfolgreiche Unternehmer, Erfinder etc. kennt, ist beeindruckend lang…

Albert Einsteins Fünf in Mathe ist zwar (leider) keine wahre Begebenheit (mit anderen Worten: Fake News), aber mit Steve Jobs (Gründer von Apple) und Bill Gates (Gründer von Microsoft) kann man als Studienabbrecher gleich zwei sehr prominente Beispiele nennen.

Steve Jobs und Bill Gates

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Natürlich sind gute oder keine furchtbar schlechten Noten das, was du anstreben solltest. Aber das tust du bestimmt ohnehin und keiner legt es darauf an mit schlechten Noten zu glänzen.

Die Strategie ist entscheidend

Jedoch gelingt es nicht immer in allen Fächern eine schlechte Note zu vermeiden. Wichtig dabei ist, die Fächer, in denen man gut ist, nicht zu vernachlässigen und die, in denen man Schwierigkeiten hat, sehr gut im Auge zu behalten.

Karrierechancen

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Das bedeutet auch zu analysieren, woher die Schwierigkeiten kommen. Eine genaue Bestimmung deiner Stärken und Schwächen hilft dir nicht nur in der Schule weiter, sondern ist in jeder Lebens- und Berufslage eine gute Vorgehensweise. Hier kann eine sogenannte Potenzialanalyse helfen. Es hilft auch oft schon, sich zu fragen: Was mache ich den gern und worin bin ich gut?

Oft wendet sich das Blatt später im Leben

Und noch etwas zum Trost: die Klassenbesten bringen es im Berufsleben meistens gar nicht so weit, wie man es ihnen in der Schule zugetraut hat. Sie bewegen sich im schönen Mittelmaß, auch nicht schlecht, aber werden oftmals von den leistungsschwächsten Mitschülern karrieretechnisch deutlich überholt.

Kurz zusammengefasst

Als Resümee: im Folgenden findet ihr die fünf überzeugendsten Argumente, warum schlechte Schüler bessere Karrierechancen haben.

Schlechte Schulnoten können bedeuten:

#1 Durchhaltevermögen und erhöhte Frustrationstoleranz

Mit anderen Worten: man hat früh gelernt mit Widrigkeiten des Lebens umzugehen. Und schlechte Noten gehören in jedem Fall dazu.

#2 Mut zu kreativen Lösungen

Man hat erkannt, dass nicht immer nur ein Weg zum Ziel führt.

#3 Leben mit Risikobereitschaft verinnerlichen

Schlechte Noten lehren einen weit mehr als gute. „Mut zur Lücke“ kann definitv eine Stärke sein.

#4 Persönliche Stärken erkennen und ausbauen lernen

Nicht so offensichtliche Stärken, wie soziale Kompetenz, sind eine Schlüsselqualifikation (nicht nur) für Führungskräfte.

#5 Keinen Hang zum Perfektionismus

Der Grund hierfür ist einfach erklärt: Wenn alles schneller geht, kann man auch im Vorteil sein.


 

Weitere Tipps und Tricks gibt es hier im Blog im Bereich Studium und Job und Karriere.

 

Jürgen Hesse

Jürgen Hesse, Diplom-Psychologe aus Berlin, schreibt seit über 35 Jahren mit seinem Kollegen Hans Christian Schrader Berufs- und Karriere-Ratgeber. Die Erfolgsgeschichte des Autorenduos begann 1985 mit dem „Testtraining für Ausbildungsplatzsuchende”. Seitdem haben sich die Hesse/Schrader-Ratgeber mehr als 7 Mio. mal verkauft. 1992 gründeten die beiden Autoren das erfolgreiche Karriere-Beratungsunternehmen Büro für Berufsstrategie. Der Bewerbungsprofi Jürgen Hesse hält Vorträge auf Jobmessen in ganz Deutschland; in Magazinen und im Fernsehen tritt Hesse als Experte für Fragen rund um die Jobsuche und erfolgreiche Bewerbung auf.

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