Business Knigge Teil IV: Small Talk für Anfänger

Ob beim Vorstellungsgespräch, auf der ersten Weihnachtsfeier des neuen Arbeitgebers oder bei einem Kundenevent: vielen Menschen fällt es schwer, auf Unbekannte zuzugehen und einen klassischen Small Talk zu beginnen.

Auch wenn Small Talk auf den ersten Blick eher belanglos erscheint, ist er ein wichtiger Türöffner und trägt entscheidend zu einer angenehmen Gesprächsatmosphäre bei. Wir verraten euch, wie ihr das „kleine Gespräch“ am besten startet und führt.

1. Erste Schritte wagen

Kinderfüße

Bevor ihr stundenlang über einen besonders witzigen oder geistvollen Kommentar nachdenkt, macht euch bewusst: Viel mehr als der Inhalt zählt beim ersten Kontakt, wie ihr euch verhaltet. Achtet auf eine offene Körpersprache und auf Blickkontakt. Damit signalisiert ihr Gesprächsbereitschaft, wirkt aufgeschlossen und selbstbewusst.

Als Gesprächsthemen eignen sich vor allem positiv behaftete Themen, wie beispielsweise Reisen. Die Weihnachtsfeiertage stehen an? Prima, fragt die neue Kollegin doch mal nach ihren Urlaubsplänen. Auch über Kino, Kunst oder Hobbies sprechen Menschen gerne. Im Idealfall entdeckt ihr Gemeinsamkeiten, durch die ihr im Gespräch schnell eine Vertrauensebene aufbaut.

2. Offene Fragen stellen

Schild mit dem Aufdruck "ASK"

Eine wichtige Regel für den Small Talk lautet: Achtet darauf, dass ein Dialog und kein Monolog entsteht. Geübte Small Talker werfen sich immer gegenseitig Bälle zu, damit das Gespräch nicht in einer Sackgasse endet.

Am einfachsten entstehen Dialoge, wenn ihr offene Fragen stellt. Ja-/Nein-Fragen sind schnell beantwortet und bieten keine Anknüpfungspunkte. Stellt man euch eine geschlossene Frage, gestaltetet eure Antwort so, dass ihr das Gespräch weiterführen könnt.

3. Tabuthemen vermeiden

Junge Frau deutet mit dem Zeigefinger an, leise zu sein

Es gibt einige Tabuthemen, die sich nicht für Small Talk eignen. Dazu gehören Religion, Politik, Geld, Krankheit oder der Tod. Schnell entstehen bei diesen Themen hitzige Diskussionen mit unterschiedlichen Standpunkten zu Lasten der Gesprächsatmosphäre.

Auch mit dem Äußern von Kritik solltet ihr euch zurückhalten. Es besteht die Gefahr, dass ihr dann den Nörgler-Stempel aufgedrückt bekommt. Im schlimmsten Fall verletzt ihr mit eurer Kritik unbewusst einen der Gesprächsteilnehmer und hinterlasst einen schlechten Eindruck.

Wie bei vielen Dingen im Leben gilt auch beim Small Talk: Übung macht den Meister. Begebt euch bewusst in Situationen, die euch zum Small Talk zwingen. Die Kunst des Small Talks zu beherrschen, bringt euch im beruflichen, aber auch im privaten Umfeld Vorteile.

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Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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