Die Qual der Berufswahl?

Das letzte Schuljahr hat begonnen und die Gedanken kreisen nicht nur um die vielen anstehenden Prüfungen, sondern auch immer wieder um diese eine Frage. Was will ich nach der Schule für einen Beruf ergreifen? Studium oder Ausbildung? Klar, dass man bei so wichtigen Fragen auf keinen Fall die falsche Wahl treffen will, aber keine Panik: Wenn Plan A nicht funktioniert, hat das Alphabet noch 25 andere Buchstaben für dich parat. Hier deshalb einige Anregungen, wie du einer Entscheidung bei der Herausforderung Berufswahl näher kommen kannst.

Tafelbild mit Beschriftung

In welche Richtung soll es gehen? (© pixabay.com/CC0 Creative Commons)

Berufswahl erfordert Überblick

Brief mit Wahlmöglichkeiten

© pixabay.com/CC0 Creative Commons

Es ist wichtig, dass du dich erst einmal informierst, welche beruflichen Möglichkeiten dir dein angestrebter oder vielleicht auch schon erreichter Schulabschluss bietet. Entscheidend dabei ist, nicht entmutigen lassen, denn die Masse an Berufen kann schon mal ziemlich erschlagend wirken. Um einen besseren Überblick zu erlangen, ist das klassische Ausschlussverfahren eine gute Option. Für eine schnelle Übersicht erstellst du dir am besten eine Tabelle mit den Spalten: „Top Favorit“, „Kann ich mir vorstellen“ und „Lieber nicht“. Berufe die man sich für seine spätere berufliche Laufbahn nicht vorstellen kann, finden sich vielleicht vorrangig leichter, aber hier gilt das Motto: „Ein Ausschluss ist auch ein Entschluss“.

Fragen über Fragen

Figur auf Geldstapel

© pixabay.com/CC0 Creative Commons

Zeit geworden ehrlich und offen mit dir selbst zu sein. Oftmals kostet es viele Nerven und viel Anstrengung über folgende Fragen nachzudenken, jedoch sind es diese, die das Fundament deiner Berufswahl bilden. Motiviere dich und stelle dich diesen Fragen:

  • Was bringt mir Spaß und Freude?
  • Was kann ich gut? Wo liegen meine Stärken?
  • Was ist mein absolutes berufliches „No-Go“?
  • Was ist mir in meinem zukünftigen Beruf besonders wichtig? (Vorstellungen und Ansprüche)
  • Wo will ich in einigen Jahren am liebsten sein?

Häufig gesetzte Prioritäten wie möglichst viel Verdienst, schneller Aufstieg oder kurze Arbeitszeiten sollten nicht an oberster Stelle auf deiner Liste stehen. Du kannst dir als Hilfe immer diese zwei Fragen stellen. „Geld und wenig Freude am Beruf?“ oder „Innovative Arbeit mit Potenzial für mich?“. Keine Frage, der Gedanke viel Geld zu verdienen ist immer ein verlockendes Angebot. Bedenke trotz alledem immer die Anzahl der Tage und Stunden, die du dort in einer Woche verbringst. Zudem hast du ganz im Gegensatz zu deiner Schullaufbahn die Möglichkeit, eine Wahl zu treffen und zu entscheiden, was deinen Vorstellungen, Ansprüchen und Interessen entspricht.

 

Private Interessen einbringen?

Sicher, es ist nicht immer einfach private Interessen mit zukünftlichen beruflichen Perspektiven zu verbinden, dennoch kann es dir als sinnvoller Leitfaden dienen. Du liest gerne? Vielleicht findet sich ja ein passender Beruf bei einem Verlag. Du kannst gut mit PC und Technik? Sieh dich nach Berufen im IT-Bereich um. Kreative Aufgaben sind dein Ding? Die Medienbranche braucht viele produktive Köpfe. Spaß am Schulfest organisieren? Eventagenturen suchen stets neue Organisationstalente.

Natürlich gibt es auch Hobbys und Interessen, bei denen dieser Leitfaden keinen Erfolg hat. Auf keinen Fall den Kopf hängen lassen! Dein Beruf kann trotzdem interessant sein und gut zu dir passen, auch wenn deine Hobbys und privaten Interessen zuhause bleiben.

Die Entscheidung liegt bei dir

Oftmals wird das Thema Berufswahl im sozialen Umfeld geradezu „heiß“ diskutiert. Nichtsdestotrotz muss dir immer bewusst sein, dass es allein deine Entscheidung ist, welchen beruflichen Weg du einschlagen willst. Lass dir deine Wünsche und Vorstellungen nicht durch die Meinung anderer eingrenzen. Du kennst dich selbst am besten und kannst besser einschätzen, in welche Richtung es in Zukunft gehen soll. Interessen sind verschieden und das ist auch gut so. Wir hätten ein großes Problem, wenn jeder den selben Beruf ausüben wollen würde.

Auf der Zielgeraden

Du hast eine Idee welche/er Beruf/e zu dir passen könnte/n? Dann probier doch einfach dein Glück und bewirb dich bei einem passenden Arbeitgeber in deiner Nähe.

Tipp: Nicht nur eine Bewerbung abgeben! Je mehr Bewerbungen du schreibst, desto größer ist deine Chance, dass du dich bei vielen Arbeitgebern vorstellen kannst. Selbstverständlich musst du nicht nur Bewerbungen für einen Beruf abgeben. Du kannst auch mehrere Berufe auf deine „Top-Favoriten“-Liste setzen. Viel Spaß und Erfolg beim Bewerben!

Wenn ihr noch mehr Tipps und Hilfe zu Bewerbung, Lebenslauf und Vorstellungsgespräch braucht, klickt euch durch unsere anderen Beiträge zum Thema.

Frau auf Berg, hat ihr Ziel erreicht.

© pixabay.com/CC0 Creative Commons

Bilder:  © pixabay.com/CC0 Creative Commons (Gemeinfrei)

Tatjana

Die Entscheidung der Berufswahl habe ich bereits getroffen und bin jetzt Auszubildende beim STARK Verlag. Ich blogge auf schultrainer.de, um mit vielen interessanten und hilfreichen Themen zu begeistern.

3 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.