Schülerjobs: Infos und Tipps zum Taschengeld aufbessern

Dein Taschengeld reicht nie und du bist es leid, deine Eltern anzubetteln? Dann ist die Lösung für dieses Problem ein Schülerjob, um nebenher noch etwas Geld zu verdienen. In diesem Beitrag stellen wir dir ein paar Möglichkeiten vor, mit welchen Jobs du als Schüler*in dein Taschengeld aufbessern kannst.

Wenn dein Taschengeld einfach nicht reicht, solltest du über einen Schülerjob nachdenken. © Pixabay

Übersicht

Unterscheidung Neben- und Ferienjob

Arbeitsregelungen nach Alter

Jobsuche für Schüler*innen

Urlaubsanspruch

Steuerliche Regelungen

Vor- und Nachteile von Schülerjobs

Unterschied zwischen Nebenjob und Ferienjob

Zwischen einem Nebenjob/Minijob und einem Ferienjob gibt es einige Unterschiede. In einem Nebenjob arbeitest du normalerweise an einem Tag oder mehrmals pro Woche nach der Schule und hast feste Arbeitszeiten. Bei manchen Betrieben sind feste Arbeitszeiten bzw. eine Kernarbeitszeit vorgeschrieben. Bei anderen Arbeitgebern kannst du dir die Tage oder Arbeitszeiten selbst einteilen. Wenn du zum Beispiel Zeitungen austrägst, hast du dafür oft mehrere Tage Zeit und kannst dir die Arbeit aufteilen.

Bei einem Ferienjob hingegen handelt es sich um ein kurzfristiges und befristetes Arbeitsverhältnis, das Jugendliche während der Schulferien absolvieren. Dabei dürfen Minderjährige einen Ferienjob maximal vier Wochen im Jahr absolvieren. Gut zu wissen: Wie du diese vier Woche über das Jahr verteilst, bleibt dir selbst überlassen. So kannst du beispielsweise vier Wochen am Stück in den Sommerferien arbeiten oder deinen Ferienjob auf mehrere Ferien verteilen.

Arbeitsregelungen nach Alter

Für minderjährige Schüler*innen, die arbeiten wollen, gibt es strenge gesetzliche Regelungen. Grundsätzlich gilt: Je älter du bist, desto mehr Arbeitsmöglichkeiten hast du zur Auswahl.

Regelungen für 13- bis 14-Jährige

Laut Gesetz dürfen Kinder erst ab 13 Jahren und mit Einwilligung der Eltern arbeiten. Nur in Ausnahmefällen ist Arbeit für jüngere Kinder innerhalb der Familie erlaubt. 13 bis 14-Jährige dürfen nur leichte Aushilfstätigkeiten ausüben, wie zum Beispiel mit Hunden Gassi gehen, Rasen mähen, Babysitten, Prospekte verteilen oder Nachhilfe geben.

Die maximale Arbeitszeit liegt bei 2 Stunden pro Tag und 5 Arbeitstagen pro Woche. Während der Schulzeit darfst du höchstens bis 18 Uhr arbeiten, in den Ferien auch mal länger.

Regelungen für 15- bis 18-Jährige

Ab 15 Jahren kannst du in den Ferien bis zu 8 Stunden täglich und maximal 40 Stunden pro Woche arbeiten. Wichtig ist, dass der Schulbesuch durch deine Arbeit nicht beeinträchtigt wird. Die möglichen Arbeitszeiten liegen zwischen 6 und 20 Uhr. Ausnahmen gibt es für Arbeit in der Landwirtschaft, in Gaststätten oder im Schichtsystem.

Hundesitting als Schülerjob

Du magst Hunde gern? Wie wäre es mit einem Schülerjob als Hundesitter*in? © Pixabay

Für alle Tätigkeiten gilt: Nach 4,5 bis 6 Stunden Arbeit musst du 30 Minuten Pause einlegen. Bei einer Arbeitszeit über 6 Stunden ist eine Pause von mindestens 60 Minuten vorgeschrieben. Die Wochenenden und Feiertage sollten im Normalfall freigehalten werden. Ausnahmen gibt es auch hier, beispielsweise für Jobs in Restaurants.

Beliebte Ferienjobs, die du ab 15 Jahren machen kannst:

  • Kellnern
  • Regale auffüllen im Supermarkt
  • Küchenhilfe
  • Bürohilfe
  • Aushilfe in einer Bäckerei oder Eisdiele
  • Verkäufer*in im Einzelhandel

Tipp: Informiere dich vor deiner Bewerbung in jedem Fall beim Arbeitgeber, ob es ein Mindestalter für den Job gibt. Manche Tätigkeiten werden erst ab 16 oder sogar 18 Jahren vergeben.

Regelungen ab 18 Jahren

Schüler beim Kellnern

Ab 18 Jahren darfst du nicht nur länger arbeiten, sondern hast auch mehr Möglichkeiten bei der Jobauswahl. © Pixabay

Mit Vollendung des 18. Lebensjahres unterliegst du nicht mehr dem Jugendarbeitsschutzgesetz. Zudem hast du jetzt einen Anspruch auf den Mindestlohn und hast neue Arbeitsmöglichkeiten. Einen Ferienjob kannst du nun bis zu 50 Tage im Jahr ausüben. Alle Tätigkeiten darüber hinaus gelten rechtlich nicht mehr als Ferienjob.

Als Volljährige*r stehen dir die Türen zu vielen interessanten Jobs offen. Wie wäre es als mit einem Job als Jugendleitung bei einem Sportverein oder Freizeitcamp? Oder mit einem Job als Barkeeper*in in einem angesagten Club?

Jobsuche für Schüler*innen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um einen passenden Schülerjob zu finden. Am besten startest du mit deiner Recherche im Internet. Dort hast du eine große Auswahl an Jobbörsen und Kleinanzeigenportalen, die dir beim Finden interessanter Stellenanzeigen helfen.

In der Regel findest du alle wichtigen Informationen rund um den Schülerjob in der Stellenbeschreibung. So kannst du gleich überprüfen, ob du die Anforderungen erfüllst und dich die Aufgabengebiete interessieren. Neben der Internetrecherche lohnt sich auch ein Blick in regionale Tageszeitungen, um Inserate zu finden.

Zusätzlich lohnt es sich, direkt bei Geschäften in deiner Umgebung nachzufragen. Eine Bewerbung solltest du dann gleich dabei haben.

Solltest du dann noch immer nicht fündig geworden sein, frage bei Freunden, Verwandten oder Bekannten nach.

Mit Kellern kannst du dir dein Taschengeld aufbessern.© Pixabay

Urlaubsanspruch

Schüler*innen, die einen Minijob ausüben, haben einen gesetzlich vorgegebenen Urlaubsanspruch. Die Anzahl der Urlaubstage ist aber altersabhängig. Mit 15 Jahren stehen dir 30 Tage zu, mit 16 Jahren 27 Tage und mit 17 Jahren 25 Tage.

Auch bei einem Ferienjob besteht ein Anspruch auf Urlaub. Ausnahme: Dauert der Job weniger als einen Monat, hast du keinen Urlaubsanspruch.

Steuerliche Regelungen

Bis zu einem jährlichen Einkommen von 9.168 € (Stand 2019) musst du keine Steuern zahlen. Es gilt der Grundfreibetrag. Dies ist der jährliche Teil des Einkommens, welcher nicht besteuert werden muss und sich jedes Jahr ändert. Pro Monat darf dein Bruttoeinkommen also nicht über 764 € liegen. Jeder Cent, der diesen Betrag übersteigt, muss versteuert werden.

Falls dein Gehalt über dem Grundfreibetrag liegt und du Steuern zahlen musst, kannst du einen Teil der Steuern wiederbekommen. Informiere dich dafür am besten beim nächsten Finanzamt, einem Lohnsteuerhilfeverein oder frage bei deinen Eltern nach.

Vor- und Nachteile von Schülerjobs

Du bist dir nicht sicher, ob sich ein Schülerjob für dich lohnt? Als Entscheidungshilfe haben wir die Vorteile und Nachteile für dich aufgelistet.

Vorteile:

  • Aufbessern des Taschengeldes → Finanzielle Unabhängigkeit
  • Erste Berufserfahrungen → Einblick in die Arbeitswelt
  • Mögliche Berufsorientierung → Finde heraus, was dich interessiert
  • Eigenverantwortung
  • Berufliche Kontakte
  • Arbeitszeugnisse (wichtig für spätere Berufe)
  • Mehr Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit

Nachteile:

  • Großer Zeitaufwand → Weniger Freizeit und Erholung
  • Zusätzlicher Stressfaktor → vor allem bei Jobs außerhalb der Ferien
  • Schlechte Bezahlung bei einigen Jobs
  • Körperliche Erschöpfung
  • Die schulischen Leistungen können nachlassen

 


Schülerjob finden: Studentjob, Bundesagentur für Arbeit, Schuelerjobs.de, Indeed, Ebay Kleinanzeigen, minijob.info

Den aktuellen Grundfreibetrag findest du hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.