Business Knigge Teil II: Körpersprache

Auch wenn unser Körper nicht mit Worten kommuniziert, sendet er unentwegt Botschaften und Signale. Wir nennen diese Art der Kommunikation nonverbal. Unsere Körpersprache verrät anderen ohne Worte, wie wir uns fühlen und was wir denken.

Bei einem Vorstellungsgespräch ist es wichtig, Sprache und körperliche Signale in Einklang zu bringen. Nur wenn beides zueinander passt, kommt die Botschaft beim Empfänger richtig an.

Dieses Wissen könnt ihr euch in einem Vorstellungsgespräch zunutze machen. Wir zeigen euch, auf welche unbewussten Signale eures Körpers ihr achten solltet und wie ihr die Gesten eures Gegenübers richtig interpretiert.

1. Unsichtbare Zonen

Stop-Schriftzug an Wand

Bis zu welcher Distanz wir die Nähe Fremder als angenehm empfinden, ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Dieses individuelle Empfinden bezeichnet man als Distanzbedürfnis. Missachtet jemand unser Distanzbedürfnis, d. h. überschreitet er diese unsichtbare Grenze, empfinden wir das als unangenehm.

Im geschäftlichen Bereich gilt eine Armlänge Abstand als angebracht. Weicht euer Gegenüber mit einem kleinen Schritt nach hinten, seid ihr ihm zu nah gekommen. Achtet auf solche Signale und reagiert darauf, indem ihr das Distanzbedürfnis eures Gegenübers respektiert.

2. Standhaft wie ein Baum

Alter Baum mit Wurzeln im Wald

Um Selbstsicherheit zu demonstrieren, ist ein fester Stand das A und O. Stellt euch einen Baum vor, der mit seinen Wurzeln fest im Boden verankert ist. Besonders stabil steht ihr, wenn ihr die Beine etwa hüftbreit öffnet und euer Gewicht gleichmäßig auf beide Beine verteilt. Die Füße stehen parallel zueinander.

Etwas lockerer wirkt es, wenn ihr euer Gewicht leicht auf ein Bein, das sogenannte Standbein, verlagert. Das Standbein ist durchgestreckt, das Spielbein leicht gebeugt. Aber Achtung: Wenn ihr häufig zwischen Stand- und Spielbein wechselt, signalisiert ihr damit Unsicherheit und Nervosität.

3. Offenheit zeigen

Junge Frau unterstreicht ihre Aussage durch ihre Körpersprache

Durch Gesten mit Armen und Händen könnt ihr eure Aussagen unterstreichen. Armbewegungen mit offenen Handflächen weisen auf Aufgeschlossenheit hin, aktivieren und motivieren. Zu ausladende Bewegungen wirken jedoch schnell dominant.

Egal ob im Stehen oder Sitzen: Vor der Brust verschränkte Arme sind ein Zeichen für Ablehnung. Bevor ihr voreilige Schlüsse zieht, solltet ihr jedoch auf weitere Gesten und die Mimik achten. Eine abweisende Haltung wird von hochgezogenen Schultern und einem geringschätzigen Blick begleitet.

Mit dem Wissen, wie ihr in Gesprächen durch Haltung, Gestik und Mimik kommuniziert, könnt ihr eure Selbstpräsentation entscheidend mitgestalten. Macht euch bewusst: Euer Gegenüber merkt durch eure Körpersprache, wenn ihr euch in Vorstellungsgesprächen unwohl oder unsicher fühlt. Achtet darauf, mithilfe eures Körpers Aufgeschlossenheit und Selbstsicherheit zu demonstrieren.

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Sonja

Mein Abi habe ich dank der STARK Bücher schon vor einiger Zeit gut geschafft. Seit 2017 blogge ich für schultrainer.de über die verschiedensten Themen. Dabei gefällt mir besonders, dass ich bei jeder Recherche für einen Beitrag so viel Neues lerne. Und mittlerweile nicht einmal mehr Mathe-Themen langweilig finde.

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