Zum Welttag des Buches: Die Legende von Georg und dem Drachen

Heute ist Welttag des Buches. Wisst ihr, warum man den Welttag des Buches am 23. April feiert? Und warum verschenkt man da Rosen? Was es damit auf sich hat, könnt ihr in diesem Beitrag lesen.
Welttag des Buches

Wie Traditionen entstehen

Die Unesco erklärte im Jahr 1996 den 23. April zum Welttag des Buches. An jenem Tag starben zwei der berühmtesten Schriftsteller der Literaturgeschichte. Zum einen der englische Dramatiker William Shakespeare, zum anderen der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes. Man feiert diesen Tag mit verschiedenen kulturellen Aktionen auf der ganzen Welt. In Deutschland können Lehrkräfte der 4. und 5. Jahrgangsstufe im Rahmen der Aktion Ich schenk dir eine Geschichte kostenlos Büchergutscheine anfordern, die sie am 23. April ihren Klassen austeilen. Bestimmte Buchhandlungen verschenken ebenfalls das Welttagsbuch an Schülerinnen und Schüler. Großritannien und Irland pflegen ebenfalls die Tradition, Büchergutscheine an Kinder zu verschenken. Diese können sie dann für bestimmte Bücher eintauschen, die speziell an diesem Tag veröffentlicht und verkauft werden. In Spanien schenkt man Männern am 23. April Bücher. Frauen überreicht man an diesem Tag Rosen. Könnt ihr euch denken, wieso man das macht? Eine Erklärung liefert die Legende des Heiligen Georg.

Die Legende des Heiligen Georg

Der Legende nach lebte einst in einem See in der Nähe der Stadt Silena ein fürchterlicher Drache. Ständig tyrannisierte er die Bewohner der Stadt. Um die Angriffe des Drachen zu vermeiden, entschlossen sich die Menschen, ihm täglich zwei Lämmer zu opfern. Lange Zeit ließ sich der Drache so für eine Weile besänftigen. Eines Tages genügten dem Drachen die Lämmer nicht mehr und er verlangte, dass man ihm die hübschesten Frauen der Stadt opfere. Daraufhin trafen sich die Bewohner der Stadt, um eine Entscheidung zu treffen. Aus Angst vor dem Drachen beschlossen sie, durch das Los zu bestimmen, wer geopfert werden sollte.

Extrabehandlung für Königskinder?

Es kam der Tag, an dem das Los auf die Tochter des Königs fiel. Der König war verzweifelt und bot den Stadtbewohnern Gold und Ländereien, damit seine Tochter verschont bleiben möge. Keine Familie in der Stadt mochte sich auf diesen Handel einlassen. Sie alle hatten ihre Töchter, Enkelinnen und Nichten an den Drachen verloren. Aus diesem Grund waren sie sich einig, dass man für Königstöchter keine Ausnahme machen könne. Nichtsdestotrotz gestatteten sie dem König Zeit, sich von seiner Tochter zu verabschieden. Nach Ablauf der Frist schickte der König seine schön geschmückte Tochter schweren Herzens vor die Stadttore.

Retter in der Not

Hl. Georg und der Drache

Auf ihrem einsamen Weg zum See traf das Mädchen auf einen römischen Soldaten zu Pferde. Der Soldat namens Georg fragte sie, warum sie derart traurig sei. Weil sie einem fürchterlichen Drachen geopfert werde, um die Stadt zu retten, antwortete ihm die Königstochter. Georg war ein mutiger Mann und wollte der Prinzessin in ihrer Not helfen. Er ritt furchtlos gegen den Drachen an, der in jenem Moment aus dem See stieg. Noch ehe der Drache sich versah, stieß Georg ihm seine Lanze ins Herz und erlöste die Menschen von der Tyrannei. Das Gold, das der König Georg zum Dank bot, wollte dieser nicht annehmen. Daraufhin ließ der König es nach Georgs Willen unter den Stadtbewohnern verteilen. Aus dem Blut, das der Drache vergossen hatte, entsprangen an jener Stelle Rosenstöcke. Diese Legende brachte in Spanien die Tradition hervor, Frauen zu Georgs Todestag am 23. April Rosen zu schenken.

Geschenk am Welttag des Buches

Der 23. April – Welttag des Buches – ist demnach ein weiterer guter Tag, um Freundinnen oder Freunden mit einem kleinen Geschenk eine Freude zu machen. Wie wäre es heute mit einer Rose für eine Freundin oder einem Buch für einen Freund?


Wie der Wandertag zum Abenteuer wurde… ein Lehrer berichtet

Simon

Als Lehrer an einem Gymnasium in Bayern hatte ich schon die Möglichkeit als Autor an einigen Trainingsbüchern des STARK-Verlags mitzuarbeiten und etwas Verlagsluft zu schnuppern. Nun schreibe ich für schultrainer.de und möchte den Leserinnen und Lesern einige Einblicke in den Schulalltag und die Bildungslandschaft geben sowie über andere relevante und interessante Themen berichten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.